Stellungnahme

Ein Hermann Lührs richtet sich in der ZEE1 gegen einen Artikel von mir, der in erster Fassung in der Festschrift für Dr. Wolfgang Gern unter dem Titel Unterdrückung über Ausbeutung hinaus. Das Beispiel Palästina/Israel in theologischer Perspektive“2, in zweiter Fassung in dem Buch „Religionen für Gerechtigkeit in Palästina/Israel – jenseits der Feindbilder Luthers“3 unter dem Titel Palästina/Israel als Beispiel von kolonialistischem Kapitalismus“ erschienen ist (Klicken Sie hier für den Artikel). Auf dieser Basis organisierte er eine Rufmordkampagne gegen mich zuerst mit Alan Posener, der einen Artikel in der Welt mit Verdrehungen und Unterstellungen platzierte,4 sodann im Deutschlandradio.5 Offenbar ist er auch vernetzt mit „antideutschen“ Kreisen, die Jagd auf Linke machen, die sich kritisch zum Staat Israel äußern und für die Geltung der Menschenrechte und des Völkerrechts in Palästina eintreten.6 Einer der „Antideutschen“, unter dem Pseudonym „Feliks“, dringt in Wikipedia-Artikel ein, um dort negative Eintragungen bei israelkritischen Personen und positive bei kritiklosen Unterstützern des Staates Israel zu lancieren.7 So fügte „Feliks“ unter Berufung auf Lührs auch den Antisemitismusvorwurf in den Wikipedia-Artikel zu Ulrich Duchrow ein.8

Dagegen setzte ich mich in einem Interview in Publik-Forum zur Wehr. Eine wissenschaftliche Widerlegung des Artikels von Lührs wird folgen.

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1 LÜHRS, Hermann: Legitime Kritik oder Antisemitismus. Ein Aufsatz zu Israel und Palästina in einem Sammelband der Evangelischen Verlagsanstalt erfordert Widerspruch. In: Zeitschrift für Evangelische Ethik 62 (2018) S. 58-64.

2 DUCHROW, Ulrich: Unterdrückung über Ausbeutung hinaus. Das Beispiel Palästina/Israel in theologischer Perspektive. In: DIETZ, Alexander/GILLICH, Stefan (Hrsg.): Armut und Ausgrenzung überwinden. Leipzig : Ev. Verlangsanstalt, 2016, S. 104-139.

3 DUCHROW, Ulrich: Palästina/Israel als Beispiel von kolonialistischem Kapitalismus. In: DUCHROW, Ulrich/ULRICH, Hans (Hrsg.): Religionen für Gerechtigkeit in Palästina/Israel – Jenseits von Luthers Feindbildern (Bd. 7 der Reihe ”Die Reformation radikalisieren”). Münster : Lit, 2017, S. 166-202.

4 „Die Welt“ vom 24.5.2018, 5.

6 Dafür spricht auch seine Bezugnahme auf Samuel Salzborn: https://sezession.de/57410/antideutsche-netzwerke-und-ihre-ideologie, Zugriff August 2018.

7 Vgl. Wikipedia – Geschichten aus Wikihausen #09: “Feliks und die Partei ‘die Linke'” (https://www.youtube.com/watch?v=-dpTmlGZf5s)

Einladung an Gruppen und Gemeinden angesichts der Krisen, die Menschen in die Flucht treiben, zum Treffen am 11.3.2016

KAIROS Europa – Willy-Brandt-Platz 5 – 69115 Heidelberg

Betr. Einladung an Gruppen und Gemeinden angesichts der Krisen,

die Menschen in die Flucht treiben, zum Treffen am 11.3.2016

Liebe an dieser Einladung und den Kairos-Gemeinden interessierte Freundinnen und Freunde,

vorweg noch herzliche Wünsche zu einem menschenwürdigen Neuen Jahr.

Beim letzten Treffen der VertreterInnen von Kairos-Gemeinden am 6.11.15 hatten wir beschlossen, eine Einladung zu versenden an Gruppen und Gemeinden, die sich engagieren angesichts der Krisen, die Menschen in die Flucht treiben. Das ist im Dezember geschehen. Nunmehr lade ich herzlich zu dem angekündigten Treffen in Frankfurt am 11. März, 2016 von 11-17 Uhr in der Evangelischen Hoffnungsgemeinde Hafenstr.5, nahe dem Hauptbahnhof.*

Folgendes wollen wir besprechen:

  1. Wie kann es gelingen, in karitativ mit Flüchtlingen arbeitenden Gruppen und Gemeinden auch eine Arbeit zu beginnen, gemeinsam mit den Flüchtlingen und schon ansässigen MigrantInnen die Fluchtursachen zu analysieren und Wege zu deren politischer Bekämpfung zu finden.
  2. Wie kann es gelingen, dabei muslimische Gemeinden, Gruppen und Personen zu finden, die bereit sind, diese Fragen gemeinsam zu bearbeiten und dabei zu fragen, wie Bibel und Koran eine solche Arbeit unterstützen.
  3. Welche Beispiele für eine solche Arbeit kennen wir? Wie können wir davon lernen?
  4. Wir werden bei dem Treffen den Entwurf einer Arbeitshilfe zu diesen Themenbereichen vorlegen, diskutieren und Anregungen für die endgültige Publikation aufnehmen, die direkt nach unserem Treffen erscheinen soll. Die sich anmelden, erhalten den Entwurf zugeschickt.

Wir bitten herzlich:

– Umschau zu halten und noch diejenigen Personen, Gruppen oder Gemeinden einzuladen, die sich evtl. für dieses Treffen und Projekt interessieren könnten; weitere Beispiele für gelingende interreligiöse Kooperation auf örtlicher Ebene mitzuteilen (auf Antwortformular).

– Das Antwortformular mit Anmeldung für das Treffen am 11.3.2016 zurückzusenden an
Ulrich.Duchrow@wts.uni-heidelberg.de.

Herzliche Grüße und Auf Wiedersehen in Frankfurt

*Wegbeschreibung: Evangelische Hoffnungsgemeinde Hafenstr.5 (ca 8 Gehminuten): Frankfurt Main Hbf am Ausgang Süd rechts in Mannheimerstr. – links in Stuttgarter Str (oder quer über Parkplatz) – rechts in Gutleutstr. – nach ca. 300m links in Hafenstr. – Hoffnungsgemeinde gleich auf der rechten Seite.